... auf den Seiten der Sektion 'Politik und Geschlecht' in der DVPW.
Wir freuen uns über Ihr/Dein Interesse und sind immer auf der Suche nach neuen Mitstreiter*innen, die aus feministischer, queerer, intersektionaler und/oder postkolonial-feministischer Perspektive Politikwissenschaft betreiben.
Bei Interesse an einer Mitgliedschaft/Mitarbeit in der Sektion freut sich der Sprecher*innenrat über eine direkte Kontaktaufnahme oder per Email an die Sektion an PolitikundGeschlechtdvpwde. Den Mitgliedsantrag finden Sie hier.
Neuigkeiten von uns gibt es auch auf x unter @DVPW_Gender.
Der Sprecher*innenrat der Sektion Politik und Geschlecht der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) ist zutiefst entsetzt über die bekannt gewordenen mehrfachen Morddrohungen gegen eine Wissenschaftlerin an der Philipps-Universität Marburg. Solche Gewaltandrohungen sind nicht nur ein Angriff auf eine einzelne Person, sondern zielen auf das Fundament wissenschaftlicher Arbeit: die Freiheit von Forschung und Lehre (PM der Philipps-Universität Marburg) Wir erklären der Betroffenen – ebenso ihrem Team und ihren Kolleg*innen – unsere volle Solidarität. Einschüchterung, Hass und Drohkulissen dürfen weder den wissenschaftlichen Austausch bestimmen noch dazu führen, dass kritische Perspektiven verstummen oder aus der Öffentlichkeit verdrängt werden.
Dieser Vorfall kann und darf nicht entkoppelt von einer zunehmenden Bedrohung von rechts betrachtet werden, in der wissenschaftsfeindliche und antifeministische Angriffe gezielt dort ansetzen, wo Forschung gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch analysiert. Wenn Wissenschaftsfreiheit zum Feindbild wird, ist das ein Angriff auf Demokratie selbst. Wir fordern Hochschulleitungen und zuständige Stellen nachdrücklich auf, sich klar und sichtbar an die Seite von kritischen Wissenschaftler*innen zu stellen, Schutz- und Unterstützungsstrukturen verlässlich bereitzustellen und Betroffene nicht zu isolieren. Die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit ist keine Option, sondern demokratische Verantwortung.
16. Sprecher*innenkreis der Sektion Politik und Geschlecht der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft
Esther Franke, Dr. Katharina Hajek, Dr. Nicola Mühlhäußer, Dr. Marie Reusch, Tarek Shukrallah
Der Sprecher*innenrat der Sektion "Politik und Geschlecht" lädt herzlich ein zur Teilnahme an einer Ringvorlesung, die feministische, queere, intersektionale und herrschaftskritische Perspektiven auf zunehmenden Autoritarismus, Rechtsextremismus und Faschisierung wirft. Die mit diesen Entwicklungen verbundenen Tendenzen der Militarisierung und Abschottung basieren auf dem Ideal eines wehrhaften und unabhängigen Körpers und Subjekts: Der verletzbare Körper soll abgesichert und möglichst unangreifbar gemacht werden. Dies ist nicht nur mit einer Produktion, Reproduktion und Idealisierung spezifischer Männlichkeitsentwürfe verbunden, sondern auch mit der (erneuten) Abgrenzung von einer (traditionell) feminisierten Abhängigkeit und Verletzbarkeit.
Vor dem Hintergrund der zeitgenössischen gesellschaftlichen Entwicklungen möchten wir verschiedene feministische, queere, intersektionale und herrschaftskritische Perspektiven auf die neu entstehenden Abschottungsbewegungen und Militarisierungen versammeln. Die Perspektiven reichen von gesellschaftstheoretischen Erklärungsansätzen über die Analyse konkreter Phänomene und Entwicklungen bis hin zu Fragen nach widerständigen Praktiken und alternativen Lebensformen.
Organisiert wird die Ringvorlesung vom Sprecher*innenrat der Sektion „Politik und Geschlecht“ der DVPW (Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft) in Kooperation mit den Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Universität Marburg. Sie wird online jeweils Donnerstag von 18-20 Uhr stattfinden und steht allen Interessierten offen. Wir bitten um Anmeldung über:
https://uni-giessen.zoom-x.de/meeting/register/6F2GzLYtTuCaYI7GBAJ8DQ
Programm:
November 13, 2025: Sofie Rose (University of Southern Denmark): The Right Not to Fight: Exploring Experiences Among Ukrainian Men Who Flee the Full Scale War (in Cooperation with the Department of Political Science, University of Vienna)
December 18, 2025: Funda Hülagü (Marburg University): Between Restorative Authoritarianism and Preventive Fascistization: Antifeminist Logics of Demographic Crisis Politics
January 22, 2026: Leire Urricelqui (University of St. Gallen): The Antitype: How Dehumanization Functions as a Mechanism for Fascistization
February 12, 2026: Gabriela Arguedas (University of Costa Rica): Misogyny, Microfascism and the /Reproductive/ Reconquista
March 5, 2026: Henrike Kohpeiß (Leuphana University Lüneburg): Fascist Heat - Affective Dynamics in the Polycrisis
Ankündigung und Programm sind hier als pdf abrufbar.
Wir trauern um Prof. Eva Kreisky. Einen Nachruf von Prof. Birgit Sauer finden Sie hier
Das open-Acess Living Handbook „Politik und Geschlecht“ ist nun online gegangen und die ersten Beiträge können unter diesem Link abgerufen werden.
Bis voraussichtlich Mitte Juni 2024 werden alle weiteren dort gelisteten Beiträge verfügbar sein!
Die Herausgeber*innen Christine M. Klapeer, Johanna Leinius, Franziska Martinsen, Heike Mauer und Inga Nüthen freuen sich über weitere Einreichungen für das fortlaufende Handbuchprojekt – besonders zu bisher nicht/wenig repräsentierten politikwissenschaftlichen Forschungsfeldern, Zugängen oder Themen. Informationen zum Prozess der Einreichung (Peer Review) finden sich unter diesem Link.
Darüber hinaus gibt es eine gedruckte Version des Bandes mit allen bisher eingegangenen Beiträgen unter dem Titel „Politik und Geschlecht. Perspektiven der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung“, die voraussichtlich am 17.6.2024 erscheinen wird.