Der mit 10 000 € dotierte OTTO KIRCHHEIMER-PREIS, gestiftet vom Ehepaar Gudrun Hotz-Friese und Harald Friese, ehemals Mitglied des Deutschen Bundestags und Heilbronner Bürgermeister, wird alle zwei Jahren vom Förderverein OTTO KIRCHHEIMER-PREIS e.V. auf Vorschlag des Wissenschaftlichen Beirates verliehen.
Der renommierte deutsch-amerikanische Politik-, Justiz- und Parteienforscher Otto Kirchheimer wurde 1905 in Heilbronn geboren, emigrierte 1933 über Paris in die USA, arbeitete im Zweiten Weltkrieg für die US-Regierung und hatte bis zu seinem Tod 1965 eine Professur an der Columbia University, New Yorck, inne. Er wurde auf seinen Wunsch auf dem jüdischen Friedhof in Heilbronn begraben.
Am 13. November 2025 wird der Preis an Frau Prof. Ursula Münch, Direktorin der Politischen Akademie Tutzing für ihr Lebenswerk als Demokratieforscherin, als politische Publizistin und als engagierte politische Bildnerin verliehen. Die Laudatio wird Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, halten.
Bisherige Preisträger zwischen 2015 und 2023 sind die Professoren Ulrich von Alemann, Oskar Niedermayer, Andreas Voßkuhle, Elmar Wiesendahl und Frank Decker. Der OTTO KIRCHHEIMER-PREIS ist der einzige aus der Gesellschaft gestiftete Preis, der für Politikwissenschaft, Demokratie- und Parteienforschung in Deutschland vergeben wird.
[Ulrich von Alemann]