Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft
Energietransformation

Tagung des AK Energietransformation zur Wärmewende am 8. Dezember 2025 in Berlin

Politik- und Sozialwissenschaftliche Perspektiven im Fokus

Tagung des AK Energietransformation zur Wärmewende am 8. Dezember 2025 in Berlin: Politik- und Sozialwissenschaftliche Perspektiven im Fokus

Die Tagung zur Wärmewende am EUREF-Campus am 8. Dezember 2025 wurde gemeinsam organisiert von der Begleitforschung BEWEGT, dem DIW Berlin und Fraunhofer ENIQ – mit dem Arbeitskreis Energietransformation der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) als Hauptveranstalter. Die Tagung führte zahlreiche Beiträge aus Politik- und Sozialwissenschaften zusammen und machte sichtbar, wie breit und differenziert die sozialwissenschaftliche Forschung zur Wärmewende inzwischen aufgestellt ist.

Im Mittelpunkt standen zentrale politikwissenschaftliche Fragen, die für das Gelingen der Wärmewende entscheidend sind:

  • Wie können Bürger:innen in Transformationsprozesse wirksamer und legitimationsstiftend eingebunden werden?

  • Wie lässt sich der zunehmend polarisierte gesellschaftliche Diskurs über alternative Heizungstechnologien konstruktiv gestalten – auch unter Bedingungen von Konflikt und Unsicherheit?

  • Wie können soziale Gerechtigkeit und Verteilungsfragen systematisch in Governance- und Politikdesign der Wärmewende integriert werden?

  • Und wie kann kommunale Wärmeplanung über Städte und Regionen hinweg koordiniert werden, damit Steuerung, Zuständigkeiten und Lernprozesse besser zusammenspielen?

In drei Panelsitzungen und einer Postersession diskutierten Forschende sowie Praxisakteur:innen diese Fragen intensiv. Aus Sicht des Arbeitskreises zeigte sich dabei besonders deutlich, wie wichtig es ist, Governance-, Akteurs- und Konfliktperspektiven stärker mit technologie- und planungsbezogenen Ansätzen zu verbinden – und wissenschaftliche Evidenz so aufzubereiten, dass sie in Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft anschlussfähig wird.

Ein Höhepunkt der Konferenz war die von Florian Kern (IÖW) moderierte Podiumsdiskussion. Charlotta Maiworm (BMWE)Johannes Hofmann (GermanZero)Elisa Dunkelberg (Senat Berlin) und Sibylle Braungardt (Öko-Institut) beleuchteten zentrale Herausforderungen der Wärmewende aus politikwissenschaftlicher und praxisorientierter Perspektive und diskutierten diese mit dem Publikum.

Die Tagung machte deutlich:
Der Bedarf an Austausch zur sozialwissenschaftlichen Forschung rund um die Wärmewende ist groß – und politikwissenschaftliche Forschung kann zentrale Beiträge leisten, um Legitimität, Wirksamkeit und soziale Ausgewogenheit der Transformation zu stärken und Erkenntnisse in Politikberatung und Praxis zurückzuspielen.

Möglich wurde die Tagung durch das gemeinsame Engagement eines breit aufgestellten Organisationsteams aus Öko-InstitutRIFS Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit am GFZ, der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)Fraunhofer ISI und DIW Berlin. Wir danken allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für die konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt zudem dem Vor-Ort-Team von Fraunhofer ENIQ für die Unterstützung bei Organisation, Technik und Rahmenbedingungen der Tagung. Die Konferenz wurde durch den Projektträger Jülich (PtJ) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Mit der Wärmewendekonferenz wurde ein wichtiger Austauschraum für multidisziplinäre Perspektiven auf die Wärmewende eröffnet – ein Raum, den der Arbeitskreis Energietransformation der DVPW auch künftig mit Blick auf energiepolitische Steuerung, demokratische Einbindung und sozial gerechte Transformation aktiv mitgestalten wird.