Wahlerfolge rechter und rechtspopulistischer Parteien in Deutschland, Europa und den USA markieren eine tiefgreifende politische Verschiebung. Sie verändern nicht nur parteipolitische Landschaften, sondern auch die öffentliche Debatte. Ruth Wodak (em. Universität Wien und Lancaster) und Ursula Birsl (Universität Marburg) diskutieren, wie wir diese Entwicklung einordnen können. Was daran ist neu und welche Kontinuitäten lassen sich aufzeigen? Welchen Beitrag können diskursanalytische Ansätze zum Verständnis leisten? Wie können Diskursforschende intervenieren? Die Debatte wird moderiert von Christopher Fritzsche (Universität Marburg) und Amelie Kutter (Europa-Universität Viadrina).
Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation der DVPW-Themengruppe Diskursforschung und der ‚Symbolic boundaries‘-Gruppe des CENTER B/ORDERS IN MOTION an der Viandrina Frankfurt/Oder.
Die Themengruppe plant eine Blogausgabe zum Thema „Polykrise – ein brauchbares Konzept?“ auf dem Crisis Discourse Blog, herausgegeben von Nadine Klopf und Amelie Kutter. In diesem Kontext fanden die Beitragenden in einem begleitenden Workshop zusammen, um gemeinsam den Begriff der Polykrise zu diskutieren.
Die Blogausgabe diskutiert die theoretische und politische Tragfähigkeit des zunehmend präsenten Begriffs der Polykrise, welcher genutzt wird, um den krisenhaften Zustand unserer Zeit zu beschreiben, geprägt von vielfältigen Krisen, die sich wechselseitig bedingen und verstärken. Die Beiträge beleuchten die analytische Nützlichkeit des Konzepts und zeigen zugleich, dass es theoretisch verkürzt und machtpolitisch aufgeladen ist. Der Polykrisenbegriff kann daher nur dann als ‚brauchbar‘ gelten, wenn er in die theoretische Krisenforschung eingebettet und die machtpolitische Konstruktion von Krisennarrativen kritisch reflektiert wird.
Mit Beiträgen von Sandra Bandemer und Marc Matrorell Junyent, Sebastian Klauke, Nadine Klopf und Amelie Kutter.
At the 6th DiscourseNet Congress (DNC6) in Brussels, 7-10 July 2025, Amelie Kutter organizes a panel on 'Normalising imaginaries of the radical right? The case of gender, migration and climate' for the DVPW Thematic Group on Discourse Research.
In many contemporary liberal democracies, far right forces have moved into the centre of political power. This development has been facilitated, it seems, by a 'normalisation' of far right discourses: they have become the common and taken-for-granted repertoire of many political milieus and political parties. This is particularly true of the de-legitimisation of gender equality and diversity, the securitisation of migrants, the stigmatisation of welfare recipients and the de-legitimisation of environmental advocacy. This panel invites contributions that explore what renders far right discourses on gender, migration and climate so pervasive in mainstream political discourse. The contributions to the panel examine the social imaginaries, i.e. the pre-reflective alluded meanings that make these discourses seem convincing, such as heteronormative conceptions of the family, nested territorial citizenship, meritocracy, or nature as an extra-human resource. Drawing on specific discourse approaches, the contributions disentangle the discourse configurations or the small-scale communicative and discursive strategies that normalise these imaginaries.
Mi A 28 | The Russia-Ukraine War as Crisis of the International Order
Verfügungsgebäude, Raum 4.104 (VG 4.104)
Chair: Elena Dück, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Discussant: Bernhard Stahl, Universität Passau & Katharina McLarren, Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
Do A 21 | Neue Denkrichtungen in den deutschen IB-Theorien
Verfügungsgebäude, Raum 3.106 (VG 3.106)
Chair: Frank A. Stengel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel & Madeleine Böhm, Universität Erfurt
Discussants: Oliver Kessler, Universität Erfurt & Dirk Nabers, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Fr A 09 | Die Konstruktion(en) der Polykrise (1): Diskurstheoretische Konzeptionen
Verfügungsgebäude, Raum 1.107 (VG 1.108)
Chair: Elena Dück, Julius-Maximilians-Universität Würzburg & Christopher Fritzsche, Freie Universität Berlin
Discussant: Dirk Nabers, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Fr D 08 | Die Konstruktion(en) der Polykrise (2): Geschlechter- und Klimadiskurse
Verfügungsgebäude, Raum 4.104 (VG 4.104)
Chair: Elena Dück, Julius-Maximilian-Universität Würzburg
Discussant: Amelie Kutter, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) & Eva Herschinger, Universität der Bundeswehr München
Die 4. DVPW-Perspektivtagung wird zum Thema "Nichts steht mehr fest? Plurale Perspektiven auf politische Kontestation" am 7. und 8. März 2024 an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel stattfinden. Die Tagung wird von den Themengruppen "Außen- und Sicherheitspolitik" (Dr. Falk Ostermann), "Diskursforschung" (Dr. Elena Dück) und "Internationale Organisation" (Dr. Laura von Allwörden) in Kooperation mit dem Institut für Sozialwissenschaften der CAU Kiel organisiert.
Die Diagnose, dass wir in einer globalisierten Welt des Umbruchs und einer Zeit multipler Krisen leben, ist allgegenwärtig. Dies geht mit der Infragestellung bestehenden politischer Ordnungen einher, sei es auf nationaler oder auf internationaler Ebene. So sind Politisierung und Kontestation zu Phänomenen geworden, die alle Facetten des Handelns von Staaten sowie anderen internationalen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren erfasst haben. Die Spannbreite von Kontestation wirft eine Vielzahl von Fragen auf, denen sich die Teilbereiche der Politikwissenschaften auf unterschiedliche Weise angenommen haben.
Tagung der Themengruppe Populismus (DVPW) in Kooperation mit der Themengruppe Diskursforschung (DVPW)
Universität Marburg, 05.-07.10.2023
Organisation: Malte Albrecht, Tobias Boos, Daniela Caterina, Elena Dück, John Kannankulam, Kolja Möller, Benjamin Opratko, Johanna Schafgans Muñoz
Die Tagung „Populismus in Zeiten globaler (Un)Ordnung” soll auf theoretischer, methodologischer und empirischer Ebene einen Dialog zwischen politischer Ökonomie, Internationalen Beziehungen und Sozialer Bewegungsforschung ermöglichen. Sie schafft einen Raum für die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse, um das Potential eines transdisziplinären Zugangs zum kontroversen Phänomen des Populismus zu erschließen.
Critical Approaches to Discourse Analysis Across Disciplines (CADAAD) Conference
Università degli Studi di Bergamo, 06.-08.07.2022, Chair: Dr. Amelie Kutter
The panels looks into how Covid-19 discourses have reconfigured our political subjectivities and how they normalised specific conceptions of the political. The papers approach this topic from different discourse-analytical lenses and refer to ‘the political’ as practical reasoning about policy, power-inherent language use in the political realm, governmentality and subjectivity, or new antagonisms in political struggle over hegemony. The papers come from different disciplinary backgrounds, including anthropology, linguistics, sociology and political science, but they share an interest in the methodologically sound study of the performativity of discourse. Problems looked at include the construction of social groups in television programmes on Covid-19, struggles over the notion of solidarity, political agency mobilised in crisis narratives of closed-up borderland inhabitants, the ‘responsibilisation’ of citizens through new governmental techniques, and shifts in the construction of extraordinary politics, security risk and crisis.
The two-day online workshop (02.-03.12.2021) aims at collecting insights and discussing specificities of discourses (and discourse research) related to the Covid-19 pandemic. More specifically, contributors will present and discuss draft blogposts forthe Crisis Discourse Blog Issue "Covid-19 and the Political" that have been prepared in advance.
Conveners: Speakers of the DVPW Discourse Research Group Amelie Kutter (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)), Christiane Barnickel (Humboldt-Universität zu Berlin), Hannah Broecker (Ludwig-Maximilians-Universität München) and Elena Dück (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)
Auf dem DVPW-Kongress "Wir haben die Wahl! Politik in Zeiten von Unsicherheit und Autokratisierung" (14.-16.09.2021) hat die Themengruppe Diskursforschung folgende Veranstaltungen unterstützt:
1) Wer hat die Wahl? Machtkritische Perspektiven in Wissenschaft und Gesellschaft
2) Of women*, mountains and algorithms: The subjects/objects of knowledge and political decision-making
3) Humour as a form of critique and resistance in politics
Panel auf der IB-Sektionstagung (07.-09.10.2020):
"Re-conceptualizing Security and (De) Securitization – Contributions from Discourse Studies"
Thema des Workshops: Methoden der (multi)modalen Diskursforschung
Ort: Otto-von- Guericke Universität Magdeburg
Termin: 05.-06.07.2018
Panel auf der IB-Sektionstagung (04.-06.10.2017):
"Thema: From the Margins to the Mainstream? Diskursforschung in den Internationalen Beziehungen"
Panels der Themengruppe Diskursforschung auf dem DVPW-Kongress 2015: "Vorsicht Sicherheit! Legitimationsprobleme der Ordnung von Freiheit" (21.-25.09.2015, Universität Duisburg-Essen):
Panel 1) Diskursive Ansätze in der (internationalen) Politik
Panel 2) Empirische Diskursforschung: Identitäten, Kultur und Macht
Panel 3) Vorsicht Sicherheitsdiskurse 1! Diskursanalysen von Sicherheitspolitik
Panel 4) Vorsicht Sicherheitsdiskurse 2! Diskursanalysen von Sicherheitspolitik
Panels der Themengruppe Diskursforschung auf der Sektionstagung der DVPW-Sektion Internationale Politik (25.-27.09.2014, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg):
Panel 1) Diskursforschung in den IB 1 – Argumentation & Konstruktionsprozesse
Panel 2) Diskursforschung in den IB 2 – Identität & Emotionen