Der Crisis Discourse Blog (CriDis) ist eine Plattform für alle, die sich für Krisendiskurse interessieren. Er bietet eingängige, aber wissenschaftlich fundierte, Analysen aktueller Krisendebatten. Wir untersuchen Sprachgebrauch, Frames, Bilder und Memes, mehrdeutige Begriffe und Diskurskonfigurationen, die nahelegen, eine Krise in einer bestimmten Weise anzugehen. Auch mit fotografischen Arbeiten und Illustrationen intervenieren wir in die Debatte. Wir glauben, dass uns Diskursanalyse und künstlerische Arbeit dabei helfen können, das mediatisierte Drama der Krise zu navigieren und seine politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen zu verstehen.
Ausgabe 2: Polykrise – ein brauchbares Konzept? (2026, im Erscheinen)
Ausgabe 1: Covid-19 and the Political (2022)
The contributions in this special issue explore the intersection of discourse, crises and the political during the Covid-19 pandemic. By focusing on ‘the political’, the contributors go beyond understandings of ‘politics’ as procedures and processes of decision-making. Instead, they explore the nuanced ways in which pandemic discourses shape struggles over the normalised socio-political order and its legitimate subjects. By adopting diverse theoretical perspectives on the political, ranging from governmentality to poststructuralist theory, and by employing traditions from different disciplines such as political theory, sociology, anthropology, or media-aesthetics, the articles scrutinise pandemic discourses in various regions, including in Switzerland, Germany, Italy, Ghana, Estonia and the Polish-German border region.
Contributions:
Die Corona-Pandemie deckt viele aktuelle Krisentendenzen auf, sie hat aber auch die Art und Weise verändert, wie wir politisch denken und handeln. Diese Corona-Sonderausgabe des Krisen-Diskurs-Blogs untersucht Rekonfigurationen des Politischen, die mit der Pandemie auftreten und die sich dem Diskursforschenden zeigen: die Abgrenzungen von Vulnerabilität und Systemrelevanz, die soziale Gruppen ein- oder ausgrenzen, die Gouvernmentalität des ‚verantwortlichen Subjekts‘, die Ausweitung biopolitischer Kontrolle und ihre gleichzeitige Subversion, die Diskurse und Routinen des Ausnahmezustands. Die Beiträge machen sich Beobachtungen aus der Tschechischen Republik, Estland, Deutschland, Italien und Schweden zunutze.
Beiträge:
Die Themengruppe Diskursforschung hatte bis 2021 eine eigene Schriftenreihe mit dem Titel „Politische Diskurse“ bei Nomos, herausgegeben von Eva Herschinger, Judith Renner und Alexander Spencer.
In der Reihe sind vier Monographien erschienen:
Waldow, Valerie (2019): Die Gewalt der Demokratie: Eine begriffsorientierte Kritik der demokratiespezifischen Gewaltforschung. Baden-Baden: Nomos.
Roth, Clémentine (2018): Why Narratives of History Matter: Serbian and Croatian Political Discourses on European Integration. Baden-Baden: Nomos.
Adler, David (2015): Doppelte Hegemonie: Hegemonialisierung im War on Terror-Diskurs nach der Tötung Bin Ladens, Baden-Baden: Nomos.
Burroughs, Elaine (2015): Political and Media Discourses of Illegal Immigration in Ireland, Baden-Baden: Nomos.